Warum Vorbereitung so wichtig ist
Kinder entdecken die Welt – und sind dabei manchmal besonders gefährdet
Kinder gehen mit Neugier, Mut und viel Entdeckungsfreude durch ihren Alltag. Genau diese Eigenschaften machen sie aber auch verletzungsanfälliger, weshalb es wichtig ist, Risiken früh zu erkennen und Unfälle möglichst zu vermeiden. Schwere Kindernotfälle sind zum Glück selten. Kleinkinder sind am häufigsten von Ertrinkungsunfällen und Verkehrsunfällen betroffen. Bei Schulkindern und Jugendlichen kommen zusätzlich Verletzungen im Straßenverkehr sowie Vergiftungen hinzu.
Prävention bleibt der beste Schutz
Kinder brauchen klare und verlässliche Rahmenbedingungen, damit sie sicher aufwachsen können. Beim Schwimmen bedeutet das, Kleinkinder niemals unbeaufsichtigt zu lassen und sie möglichst früh an Wasser zu gewöhnen. Im Straßenverkehr hilft es, neue Wege gemeinsam zu üben und auf Gefahren aufmerksam zu machen. Beim Sport wiederum spielt der Helm eine zentrale Rolle – ob beim Radfahren, Rollerfahren, Reiten oder Skifahren, denn der Kopf ist besonders verletzungsgefährdet.
Neue ERC-Leitlinien zur Kinderreanimation
Aktualisierte Empfehlungen für lebensrettende Maßnahmen
Am 22. Oktober 2025 wurden vom European Resuscitation Council neue Leitlinien zur Reanimation von Kindern veröffentlicht. Diese aktualisieren und vereinheitlichen die Basismaßnahmen und geben klare Empfehlungen für Eltern, Ersthelferinnen, Ersthelfer und medizinisches Personal.
Was Eltern bei akutem Verschlucken tun können
Ruhe bewahren und strukturiert handeln
Wenn sich ein Kind massiv verschluckt, ist ruhiges, rasches Handeln besonders wichtig. Zunächst sollte das Kind, sofern möglich, husten dürfen. Kommt es zu keiner effektiven Atmung, folgen fünf kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter. Bleibt die Situation weiterhin unverändert, muss der Notruf 144 abgesetzt werden. In diesem Fall ist gleichzeitig der Beginn der Reanimation erforderlich.
Wie Eltern Reanimation sicher lernen können
Lernvideos als Ergänzung – aber kein Ersatz für Training
Zur Unterstützung im Ernstfall stehen zwei kurze Videos bereit, die die Kinderlaienreanimation Schritt für Schritt erklären. Der Newsletter enthält den Hinweis, dass diese Videos zwar wertvolle Orientierung geben, aber keinen Erste-Hilfe-Kurs ersetzen. Regelmäßiges Üben bleibt entscheidend, um in einer Stresssituation sicher reagieren zu können.
Erste-Hilfe-Kurse im Kinderarzt Nest
Der Beitrag weist darauf hin, dass im Nest 13 laufend Erste-Hilfe-Kurse für Eltern und Bezugspersonen angeboten werden. Ziel ist es, Sicherheit zu vermitteln und in Notfällen handlungsfähig zu machen.
Wer hinter diesem Beitrag steht
Expertise aus der Kinderintensivmedizin
Der Newsletter wurde von Prim. Dr. Roland Berger zusammengestellt. Er verfügt über langjährige Erfahrung von der Kinderintensivstation der Klinik Donaustadt, leitet die Kinderabteilung mit Neonatologie im St. Josef Krankenhaus und beschäftigt sich intensiv mit Simulation und Reanimationstrainings. Eltern können Termine zur Konsultation direkt im Nest 19 buchen.